Kampf um die Staatsform
Problemstellung: Warum scheiterte die Weimarer Demokratie? Was waren die Ursachen? Wie gelang es Hitler 1933, an die Macht zu kommen. Drohen der heutigen Dmokratien auch Gefahren?
Am 9.11.1918 beginnt in Deutschland der Kampf um die Staatsform. Es stehen sich
der Rat der Volksbeauftragten (Übergangsregierung), deren Ziel eine parlamentarische Demokratie ist, und der Großberliner Arbeiter- und Soldatenrat, allen voran die kommunistisch gestimmte KPD
(kommunistische Räterepublik ähnlich wie in Russland mit nur noch einer wählbaren Partei, der KPD), gegenüber.
Kampf um die Staatsform beginnt
Rat der Volksbeauftragten
10.11.1918 Großberliner
Arbeiter- und Soldatenrat
Ziel: Demokratische Republik Ziel: Sozialistische Republik

Machtfaktoren
1. Stimmung im Volk:
Volk will 1919 die Demokratie (SPD, DDP, Zentrum).
2. Bewaffnete Macht: Teile der alten Reichswehr, Adel, Freikorps.
Offiziere wollen Monarchie oder Gewalt, egal wofür. Kommunisten auf keinen Fall
3.Bewaffnete Macht: Arbeiter und Soldatenräte sind für Demokratie und Kommunismus.
3/4 wählen Demokratie
4. Presse (Adel)
wollen Monarchie/antidemokratische Neigung.
5. Kirchen:
Was der Pfarrer sagt ist von Bedeutung für die Gläubigen.
Amtskirche = monarchisch, Kirchengemeinde will Demokratie
6. Industrie:
Wollen keine Kommunisten, weil die das Geld gleichmäßig auf alle verteilen wollen,daher will die Industrie eher eine Demokratie mit Neigung zur Monarchie.
7. Bürokratie:
spielen mit, weil sonst Angst um Abschaffung wenn sie nicht mit der Regierung zusammen arbeiten. Sind aber insgeheim für die Monarchie.
8. Gerichtswesen:
sind vom Kaiser ernannt, ohne Kaiser haben sie Angst um ihre Existenz, daher eher Monarchisten.
Der Wahlaufruf 1919:

Hier sieht man das Wahlergebnis zur Verfassungsgebenden Nationalversammlung vom 19.1.1919:
Die meisten Deutschen wählten
die SPD und kurz danach das Zentrum und BVP, das heißt, die meisten Deutschen wollten eine Demokratie haben.Die Parteien der Weimarer Republik
Deutsche Kommunistische Partei (KPD)

Vertreter: Liebknecht, Luxemburg und Thälmann
Träger/Wähler: Arbeiter
Politische Ziele: Weltrevolution, Kommunismus (SU), 1 Partei
Wirtschaftliche Ziele: Planwirtschaft, Verstaatlichung
Sonstiges: Marxismus
Unabhängige Sozialdemokratische
Partei (USPD)
Vertreter: Haase
Träger/Wähler: Arbeiter
Politische Ziele: Ablehnung des Krieges, Partei spaltet sich 1920 (Linke zur KPD, Rechte zur SPD)
Sozialdemokratische Partei (SPD)

Vertreter: Ebert, Scheidemann
Träger/Wähler: Arbeiter, Arbeitnehmer
Politische Ziele: Parlamentarische Demokratie, Mehrparteiensystem, demokratische Menschenrechte
Wirtschaftliche Ziele: Soziale Marktwirtschaft
Sonstiges: Friedliche Revision des Versailler Vertrags
Deutsche Demokratische Partei (DDP)
Vertreter: Hugo Preuß, Max Weber
Träger/Wähler: Mittelschichten, kleinere Selbstständige, Bildungsbürgertum
Politische Ziele: Parlamentarische Demokratie,
Mehrparteiensystem
Wirtschaftliche Ziele: Soziale Marktwirtschaft
Sonstiges: Friedliche Revision des Versailler Vertrags
Zentrum

Vertreter: Fehrenbach, Josef Wirth, Heinrich Brüning
Träger/Wähler: Bürgerliche Mittelschicht (vor
allem Christen)
Politische Ziele: Parlamentarische
Demokratie, Mehrparteiensystem
Wirtschaftliche Ziele: Soziale Marktwirtschaft
Deutsche Volkspartei (DVP)
Vertreter: Gustav Stresemann
Träger/Wähler: Schwerindustrie (industrielle Großbürger)
Politische Ziele: Neigung zur
Monarchie,
Wirtschaftliche Ziele: Freie Marktwirtschaft, wenig
Sozialpolitik
Deutschnationale Volkspartei (DNVP)
Vertreter:
Hugenberg
Träger/Wähler: Großbauern, Adel
Politische Ziele: Monarchie gegen Weimarer Republik
Nationalsozialistische Arbeiterpartei
(NSDAP)
Vertreter: Adolf Hitler
Träger/Wähler: Das Volk (meist Feinde der Weimarer Republik und Rassisten)
Wirtschaftliche Ziele: Freie Marktwirtschaft
Politische Ziele:
„Volksgemeinschaft“
Wirtschaftliche Ziele: Deutschland aus der wirt.
Krise holen, keine Juden = keine wirt. Krise
Sonstiges: Extrem rechtsradikal und judenfeindlich, gehen für Macht über
Leichen, Hitler bestimmt und kontrolliert