Römische Antike

Römer in Süddeutschland - Herrschaft, Verwaltung, Bevölkerung

 

1. Diese Karte zeigt das gesamte Römische Reich, welches ganz Germanien einnehmenwollte, aber in der Schlacht im Teutoburger Wald 9 n. Chr. zurück geschlagen wurde. In der Folgezeit beschränkte man sich darauf, das südwestdeutsche Gebiet nach und nach zu besetzen.

 1.jpg

 

2 Kaiser Claudius zog im Jahre 43 einen großen Teil des Militärs an der römischen Rheingrenze zwischen Straßburg und Mainz zur Eroberung Britannniens ab. Um aber die Grenzen zu schützen, nutzte er romfreundliche Germanen als Verbündete ein. Doch da man diesen offenbar nicht traute, wurden sie überwiegend östlich des Rheins, also außerhalb der römischen Reichsgrenze, aber in unmittelbarer Nähe der bestehenden Militärlager, angesiedelt.

 11.jpg

(je größer die schwarzen Punkte, desto mehr römerfreundliche Germanen waren hier angesiedelt)

 

 

3. Am Anfang hielten sich die Römer mit ihren Grenzen an die natürlichen Gegebenheiten wie hier an die Grenze der Donau:

 3

 

 

4. Nach der Besetzung des rechtsrheinischen Gebiets unter Kaiser Vespasian (69-79 n. Chr.), hier auf dieser Karte zu sehen, gingen die Germanen in der römischen Provinzbevölkerung auf. Es gibt eine Mischbevölkerung in Teilen.

4

 

 

5. Unter den drei Kaisern Tajan (98-117 n. Chr.):

Antoninus_Pius_Glyptothek_Munich_337-1-.jpg

 

Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.):

Bust-Hadrian-Musei-Capitolini-MC817-1-.jpg

 

und Antoninus Pius (138-161 n. Chr.):

Traianus_Glyptothek_Munich_72-1-.jpg

 

erlebte der Grenzausbau des Limes eine Blütezeit. Wie man hier an der Karte sieht:

5

 

 

6. Das Bild zeigt die Grenzbefestigung (Limes) um 150 n. Chr., welche aus großen und kleinen Kasernen und aus Grenzmauern oder -zäune bestand.7

 

 

7. Hier sieht man die zwei Römischen Provinzen zu denen die besetzten Teile südwest Germaniens gehörten. Das war zum einen die Provinz Germania Superior (Obergermanien) mit der Hauptstadt Mainz und die Provinz Raetien. Es gibt aber auch einen kleinen Teil der nicht von den Römern besetzt war, dieser gehörte zum Germanischen Reich.

 8.jpg

 

 

8. Die Römer trafen bei ihrer Ankunft in Südwestdeutschland eine nur sehr dünne besiedelte Landschaft an. Doch mit ihrer Ankunft entstanden bald neue Städte, Dörfer und vor allem zahlreiche Gutshöfe. Außerdem entstand ein komplexes und großes Straßensysthem:12.jpg

Doch diese rasche Aufsiedlung des Landes war nur durch den Zuzug von zahlreichen fremden Siedlern möglich. Diese waren hauptsächlich römische Soldaten, da diese einfach dem Befehl der römischen Regierung folgen mussten. An dieser Grafik sieht man aus welchen die Städte die Soldaten abgezogen wurden.

 10.jpg

Aber nicht nur die Bevölkerung änderte sich, sonder mit den Römern änderte sich auch die Verwaltung, welche sehr modern war für diese Zeit. Sogar unser heutiges Verwaltungssysthem in Deutschland ist dem damaligen römischen sehr ähnlich.

In der neuen Verwaltung waren alle Bürger gleich, was normal nicht so war. In der früheren Verwaltung hatten Sklaven kein Recht und Frauen nur wenige Rechte.

Außerdem gab es nun für alle Provinzen eine Verwaltung, im Gegensatz zur früheren Verwaltung. Bei der jede Provinz ein eigenes Rechtssysthem hatte.

 15.jpg

 

9.Die Maßnahmen des Staates zur Verbrechensbekämpfung hielten sich im Vergleich zu heute in Grenzen. Ab dem zweiten Jahrhundert wurden hierfür dann die Beneficiarier eingesetzt. Diese sind von den Legionen abkommandierte Soldaten, die dem Stadthalter unterstellt. Ihre Aufgaben waren das Untersuchen von schweren Rechtsverstößen, das Verhaften der Beschuldigten und das Verfassen von Untersuschungsberichten und Verhörprotokollen.13

Ihre Dienststelle reihte sich zum einen in einer dichten Kette entlang des Limes (hier schwar gestrichelte Linie), zum anderen lagen sie an wichtigen Straßenkreuzungen im Hinterland. Die Dienstzeit eines Beneficiarier betrug 6 Monate. Nach dem Ende seiner Amtszeit, wenn sie gut verlaufen ist, errichteten sie regelmäßig zum Dank an Jupiter einen Weihealtar (die Man hier auf der Abblidung sieht)

 14.jpg

 

Diese Lanzenspitze ist die von den Beneficiarier. Wenn man diese sah, wusste man gleich, dass man der Person Respekt entgegenbringen und gehorchen musste:

 16.jpg

 

Zusammenfassung

 1. Die romanischen Sprachen sind das Erbe des römischen Reiches.

Romanische Sprachen sind direkt aus dem Latein abegeleitet:

Deutsch, Latein, Italienisch, Französisch, Spanisch, aber auch Portugisisch, Rumänisch.

 Freiheit:

libertas - libertá, liberté

 

2. Die lateinische Schrift ist in Mittel-, West-, Nord- und zum Teil auch Südeuropa ausgebreitet und übernommen.

 

3. Zivilisatorische Vorbildfunktion:

- Straßennetz (befestigt)

- Badekultur (Gutshöfe und Militärlager besaßen Bäder)

- Planstädte mit Infrastruktur (geordnete Straßenzüge)

- Hygiene (vorbildliche Wasser- und Abwasserentsorgung)

- Landwirtschaft ( villa rustica)

- Architektur (Repräsentative öffentliche Gebäude)

 

4.Römisches Recht:

Erst die Römer standardisieren und Kodifizieren das Recht. Dieses Prinzip wird in Deutschland ab dem 15. Jahruhundert übernommen.

Die Landrechte der Frühen Neuzeit (um 1500) enthielten Bestimmungen für alle möglichen Rechtsbereiche: Strafrecht, Privatrecht, Polizei, Lehen- und Verfassungsrecht.

 

5.Römisch-katholische Kirche:

Vor 300 wiederholt Christenverfolgungen im Römischen Reich.

313 Toleranzedikt unter Kaiser Konstantin.

380/90 die christliche Religion wird Staatsreligion (Kaiser Theodosius)

375 Verlkerwanderung: germanische Stämme (Goten, Franken, Sachsen etc.) erobern römische Gebiete und gründen Reiche --> Untergang des weströmischen Reiches (geht um 500 unter)

496 Der merowingische König Chlodwig lässt sich taufen (übernimmt die christliche Religion)

800 Karl der Große wird Kaiser - vom Papst gesalbt --> die christliche Religion dominiert in Europa: Bekerhung der Sachsen mit Gewalt

732 Niederlage der muslimischen Mauren bei Tours und Poitiers

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren: